Womit Germanisten heute noch Gehör finden

(auf eine Lesung meines Schulkameraden Christian Maintz in Hamburg; einige Tage später über den Nikobaren notiert) Ringelpietz mit Ringelnatz, Rangelnietz und Pipifax. Morgenstern im Abendland, dasselbe jüngst grad’ abgebrannt. Tucholskys Kurt und Heines Heinrich; erklärt durch Textpapst Harald Weinrich, aus Wien endlich Karolo Krauss, dann hagelt’s donnernden Applaus. Das Encore nochmals wilhelm-buschig, sprich macho-spießernd, pendatisch-pfuschig.Continue reading “Womit Germanisten heute noch Gehör finden”

Wanderung zum größten Kahikatea-Baum der Welt

Auf halber Strecke zum größten Kahikatea Baum der Welt riecht der Urwald nach der Bettwäsche der Air Port Hotels in Los Angeles. Ein Fächerschwanz umspielt die Wanderer. Furchtlos wie vor dem Fall. Er begnügt sich mit Mücken. Mag keine Seelen. Der Bach bleibt verschwiegen von Kindheitsmärchen, Waldlaufen, Goldfinden, von Korn- und Sägemühlen, verschüttetem Taufwasser undContinue reading “Wanderung zum größten Kahikatea-Baum der Welt”

Die Nachtigallensteuer

Auf einer Neuseelandreise lernte mein Großvater das Wort ‘whānau’, was so viel wie Großfamilie bedeutet. Seitdem schickt er historische Hochglanzbroschüren, die er mit alten Schulfreunden produziert, und nennt das, seine ‘Whānau-Briefe’. In diesen Geschichtsessays zitiert er auch historische Quellen. Ein Essay handelt von Hochzeitsbräuchen. Da heißt es: In einem mittelalterlichen Zuchtbrief von 1351 aus E.Continue reading “Die Nachtigallensteuer”